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Gedichte

Heinrich Heine: Gedichte - Kapitel 31
Quellenangabe
titleGedichte
authorHeinrich Heine
modified20170830
typepoem
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Berlin

Berlin! Berlin! du großes Jammertal,
Bei dir ist nichts zu finden als lauter Angst und Qual.
Der Offizier ist hitzig, der Zorn und der ist groß:
Miserabel ist das Leben, das man erfahren muß.
                  Und wenns dann Sommer ist,
So ist eine große Hitz;
So müssen wir exerzieren,
Daß uns der Buckel schwitzt.

Komm ich auf Wachtparad
Und tu ein falschen Schritt.
So ruft der Adjutant:
»Den Kerl dort aus dem Glied!

Die Tasche herunter,
Den Säbel abgelegt,
Und tapfer drauf geschlagen.
Daß er sich nicht mehr regt!«

Und wenns dann Friede ist,
Die Kräfte sind dahin;
Die Gesundheit ist verloren,
Wo sollen wir denn nun hin?

Alsdann so wird es heißen:
Ein Vogel und kein Nest.
Nun, Bruder, häng den Schnappsack an,
Du bist Soldat gewest.

Dieses Volklied, welches, wie die Prügel-Erwähnung andeutet, aus früheren Zeiten herstammt,
ist im Hannövrischen aus dem Munde des Volkes aufgeschrieben worden.

 


 

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