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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 94
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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An das Jahr / daß es doch balde
verlaufe.

                Zwölff Fürsten dienen dir / Vier Häuptern unterthan;
Die Wochen sind dein Heer / als welche du aus Tagen /
aus Stunden diese machst. So fährst du auff dem Wagen /
den Mon und Sonne ziehn. Die Zeit die fleucht voran /
    Heut alles vor ihr ümm / und macht dir reinen Plan;
So sieht man weit und breit der Sternen-pövel jagen
ümm / neben / und nach dir. So wirst du hingetragen
ins Hauß der Ewigkeit / der niemand folgen kan.
    Lauf / Vater Jahr / diß Jahr / lauff mehr / als sonst behende /
und komme noch einmahl / so balde zu dem Ende /
O meiner Arbeit Trost! daß ich das schone Thun /
    Auff das mein Vaterland in langer Hoffnung dencket /
recht führe wol hinaus. Und die sich itzt so krencket /
alsdenn mit freuden mög' in diesen Armen ruhn.

 


 

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