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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 84
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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An Adelfien.

                    Ists wahr / Adelfie / als wie man sagt vor wahr /
du habest / also bald ich sey von dir gezogen /
mit eines andern Gunst der Freundschafft so gepflogen /
daß dus ihm zugesagt / und nun auch Braut seyst gar.
    Ich fürcht' / und gläub' es fast. Am allermeisten zwar /
daß etwan dich hierzu mein langer Weg bewogen /
und ein vergälltes Maul dir etwas vorgelogen /
damit du dich und mich so setzest in Gefahr.
    Ich fürcht' / und gläub' es fast. Nichts wird so hoch versprochen /
das schändlich werde nicht durch Mißtreu' itzt gebrochen.
War / Schwester / das dein Muth / der sich so hoch verschwur?
    Hast du mir das gethan / so werd' ich einer Frauen
auff ihren höchsten Eyd nicht so viel künfftig trauen.
Verzeiht mirs alle denn / die eine macht es nur.

 


 

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