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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 81
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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Ueber Gedächtnüß seiner ersten Freundinn.

        Noch dennoch bleib' ich Ihr / muß ich Sie gleich verlassen /
und meyne Sie / muß ich gleich ihr entzogen seyn /
bezwungen durch das Thun / das unsern Trost und Pein
verwechselt / wie es will. Ich will mein Trübnüß massen /
    Thun wie ein Weiser thut. Ein großes Hertze fassen.
Seyn meine / wie ich soll. Sie aller Tugend schein /
mein alles und auch nichts / ist nicht / und ist doch mein'.
Hass' ich das schöne Kind / so muß ich selbst mich hassen.
    Verhängnüß / schone nicht. Reiß sie nur immer hinn.
Du raubst mir ihren Leib nicht aber ihren Sinn /
der nun und nimmermehr von mir spricht sich zu lencken.
    Mir bleibt dein bester Theil / O meiner Seelen Licht /
und darff ich künfftig schon / Lust / dich besitzen nicht /
So darff ich deiner doch mit Freuden stets gedencken.

 


 

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