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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 77
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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Zur Zeit seiner Verstossung.

            Ein Kauffmann / der sein Gut nur einem Schiffe traut /
ist hochgefährlich dran / in dem es bald kan kommen /
daß ihm auff einen Stoß sein gantzes wird genommen.
Der fehlt / der allzuviel auff ein Gelücke traut.
    Gedenck' ich nun an mich / so schauret mir die Haut.
Mein Schiff das ist entzwey. Mein Gut ist weggeschwommen.
Nichts mehr das ist mein Rest; das machet kurtze Summen.
Ich habe Müh' und Angst / ein ander meine Braut.
    Ich unglückseeliger! mein Hertze wird zerrissen /
mein Sinn ist ohne sich. Mein Geist zeucht von mir aus.
Mein alles wird nun nichts. Was wird doch endlich drauß?
    Wer eins doch übrig noch / so wolt' ich alles missen.
Mein theuerster Verlust der bin selb-selbsten ich.
Nun bin ich ohne Sie / nun bin ich ohne mich.

 


 

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