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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 68
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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Auff den lustigen Flecken Rubar in Gilan /
hinter den Caßbinischen Gebürgen / in welchem die
Holst. Gesandschafft den xxiij. Jenner m. dc. xxxviij.
im Rückzuge aus Persien übernachtete.

            Du Lustthall der Natur / aus welchem wir von weiten
deß Taurus langen Gast / den Winter / lachen aus;
Hier tieff spatziren gehn in einer Nais Hauß
die gülden heist und ist; Da alle Fruchtbarkeiten
    auf Chloris grüner Brust / und Thetis Schoß sehn streiten
dort so viel Dryaden die Hügel machen krauß /
darvon Silenus bricht / so manchen dicken Strauß /
und jauchtzet durch den Pusch mit allen seinen Leuten.
    Osyris der ümmarmt die Oreaden hier;
Pomona hegt das Gold der hohen Pomerantzen /
Läst die Narzissen stets mit den Violen tantzen.
    Fürst aller Liebligkeit / was sing' Ich deine Zier?
Das Lufft-Volck führt ümm dich ein ewiges Gethöne /
Daß ja nichts ümm und an gebreche deiner Schöne.

 


 

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