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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 62
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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Er beklagt die Enderung und Furchtsamkeit
itziger Deutschen.

              Itzt fällt man ins Konfect / in unsre vollen Schalen /
wie man uns längst gedräut. Wo ist nun unser Muth?
der außgestählte Sinn? das kriegerische Blut?
Es fällt kein Unger nicht von unserm eiteln pralen.
    Kein Pusch / kein Schützen-Rock / kein buntes Fahnenmahlen
schreckt den Krabaten ab. Das ansehn ist sehr gut /
das ansehn meyn' ich nur / daß nichts zum schlagen thut.
Wir feigsten Krieger wir / die Föbus kan bestrahlen.
    Was engsten wir uns doch und legen Rüstung an /
die doch der weiche Leib nicht ümm sich leiden kan?
Deß großen Vatern Helm ist viel zu weit dem Sohne.
    Der Degen schändet ihn. Wir Männer ohne Mann /
Wir starcken auff den Schein / so ists ümm uns gethan /
uns Nahmens-deutsche nur. Ich sags auch mir zum Hohne.

 


 

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