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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 46
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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        Wil sie nicht / so mag sies lassen /
Zynthie / die stoltze die.
Was betrüb ich mich ümm Sie.
Eins ist mir ihr Huld' und hassen.
Zynthie sey wer sie sey;
Ich bin froh / daß ich bin frey.

    Vorhin thät' ich / wie sie thäte.
Lieb' ist Gegen-liebe wehrt.
Itzund / weil sie sich verkehrt
bin auch ich auff andrer stette.
Zynthie sey wer sie sey;
Ich bin froh / daß ich bin frey.

    Meynt sie wol mich zu betrüben /
mit dem / was nur ist ein Schein?
Nein. Will sie mir gut nicht seyn /
So kan ich auch sie nicht lieben.
Zynthie sey wer sie sey;
Ich bin froh / daß ich bin frey.

    Zahlt mir diß nur meine Treue /
meinen unbewegten Sinn?
Doch wer achtets. Immer hin.
Es kömmt doch noch wol zur Reue.
Zynthie sey wer sie sey;
Ich bin froh / daß ich bin frey.

    Sie bekömmt wol meines gleichen /
und auch ihres gleichen ich.
Weil sie ja verdringet mich /
So will ich ihr gerne weichen.
Zynthie sey / wer sie sey;
Ich bin froh / daß ich bin frey.

    Sie mag lachen / oder klagen /
oder etwas anders thun.
Mich vergnüget dieses nun /
daß ich kan mit Warheit sagen:
Zynthie sey / wer sie sey;
Ich bin froh / daß ich bin frey.

 


 

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