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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 41
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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       Ein getreues Hertze wissen /
hat deß höchsten Schatzes Preiß.
Der ist seelig zu begrüssen /
der ein treues Hertze weiß.
Mir ist wol bey höchstem Schmertze /
denn ich weiß ein treues Hertze.

    Läufft das Glücke gleich zu zeiten
anders als man will und meynt /
ein getreues Hertz' hilfft streiten /
wieder alles / was ist feind.
Mir ist wol bey höchstem Schmertze /
denn ich weiß ein treues Hertze.

    Sein vergnügen steht alleine
in deß andern Redligkeit.
Hält deß andern Noth für seine.
Weicht nicht auch bey böser Zeit.
Mir ist wol bey höchstem Schmertze /
denn ich weiß ein treues Hertze.

    Gunst die kehrt sich nach dem Glücke.
Geld und Reichthum das zersteubt.
Schönheit läst uns bald zu rücke.
Ein getreues Hertze bleibt.
Mir ist wol bey höchstem Schmertze /
denn ich weiß ein treues Hertze.

    Eins ist da seyn / und geschieden.
Ein getreues Hertze hält.
Giebt sich allezeit zu frieden.
Steht auff / wenn es nieder fällt.
Ich bin froh bey höchstem Schmertze /
denn ich weiß ein treues Hertze.

    Nichts ist süßers / als zwey Treue /
wenn sie eines worden seyn.
Diß ists / das ich mich erfreue.
Und Sie giebt ihr Ja auch drein.
Mir ist wol bey höchstem Schmertze /
denn ich weiß ein treues Hertze.

 


 

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