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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 40
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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        Es ist unverwand / mein Hertze /
das ich trage gegen dir.
Es ist unverwand in mir /
du mein Trost und auch mein schmertze, /
was sich regt in meinem Blute /
weiß von keinem Wanckel-muthe.

    Lasse dich diß nicht betrüben /
daß ich dir ohn unterlaß
von der Pein / die mich macht blaß
seither habe nicht geschrieben.
Das Gemüthe redt die fülle /
schweigt gleich Mund und Feder stille.

    Siehst du / wie die festen Eichen
für den Stürmen sicher sind /
wie der schwache Norden-wind
von den Felsen ab muß weichen?
Mein starck Hertze / das dich meynt /
bleibt / weil uns die Sonne scheint.

    Geuß die Strahlen deiner lieben /
deiner süßen Trefligkeit /
in mein Hertze / das sich freut /
sich ümm dich auch zu betrüben.
Deine keusche Schönheit macht
daß mein Mund auch weinend lacht.

    Eben diß ist mir ein Zeichen
deiner ungefärbten Gunst /
wenn du mich in dieser Brunst
nicht gantz Hülfloß läßt erbleichen /
und weil du mich nicht kanst küssen /
mich doch lässest noch begrüssen.

    Nun / erfreue mich / O Schöne /
daß ich / wie ich vorgethan /
so auch ferner sagen kan:
Die getreue Basilene /
Basilene die getreue /
thut stets / was ich mich stets freue.

 


 

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