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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 4
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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Andacht.

              Ich lebe. Doch nicht ich. Derselbe lebt in mir /
    Der mir durch seinen Todt das Leben bringt herfür.
Mein Leben war sein Todt / sein Todt war mir mein Leben /
Nur geb' ich wieder Ihm / was Er mir hat gegeben.
    Er lebt durch meinen Todt. Mir sterb' ich täglich ab.
    Der Leib / mein Irdnes Theil / der ist der Seelen Grab.
Er lebt nur auff den schein. Wer ewig nicht wil sterben.
Der muß hier in der Zeit verwesen und verderben /
    Weil er noch sterben kan. Der Todt / der Geistlich heisst /
    Der ist als denn zu spat / wann uns sein Freund hinreisst /
Der unsern Leib bringt ümm. HERR / gieb mir die Genade.
Daß dieses Leibes-Brauch nicht meiner Seelen schade.
    Mein Alles und mein Nichts / mein Leben / meinen Todt /
    Das hab' ich bey mir selbst. Hilffst du / so hats nicht noth.
Ich wil / ich mag / ich sol / ich kan mir selbst nicht rahten /
Dich wil ichs lassen thun. du hast bey dir die Thaten.
    Die Wünsche thu ich nur. Ich lasse mich gantz dir.
    Ich wil nicht meine seyn. Nim mich nur / gieb dich mir.

 


 

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