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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 36
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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        Eine hab' ich mir erwählet /
und die solls alleine seyn /
die mich frölich macht und quählet /
doch mit einer süßen Pein /
Ihrer Tugend reine Pracht
hat mir ihre Gunst gemacht.

    Lobt der seine von der Jugend /
jener seine von der Zier;
Mich ergetzet ihre Tugend /
die vor andern gläntzt an ihr /
wie deß Monden voller Schein /
unter tausent Sternelein.

    So erstreckt sich mein begehren
weiter als auff Treue nicht.
Ihre Warheit kan gewehren /
was mir ihre Gunst verspricht.
Hab' ich sie / so hab ich mir
aller Schätze Schätz' an Ihr.

    Auff Sie bin ich außgeschüttet.
Mein Liecht borgt von ihr den Schein.
Was mein Mund / der nichts mehr bittet /
als von ihr geküst zu seyn /
Nachts und Tages / spat und früh
redt und singet / das ist sie.

    Basilene / deine Liebe /
dein gewisser / fäster Sinn /
der mich dir zu lieben triebe /
wird gerühmt seyn / weil ich bin.
Deiner treuen Redligkeit
wird vergessen keine Zeit.

    Ein Gedächtnüß will ich stifften
und von Jaspis führen auff /
Amor soll mit güldnen Schrifften
diese Worte stechen drauff:
Basilene du allein /
und sonst keine soll es seyn.

 


 

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