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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 35
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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          Wolte sie nur / wie sie solte;
und solt' ich nur / wie ich wolte /
So wer' ich und sie vergnügt.
Ach! wie wer' es wol gefügt /
wenn wir nicht so wiederstrebten /
sondern itzt und für und für /
Ich bey ihr / und sie bey mir /
in verglichner Liebe lebten.

    O wie würden unsre Heerden
so geschwinde feister werden!
Feld / und Thal / und Berg / und Heyn /
würde mit uns frölich seyn.
Alle Nymfen würden lachen /
und uns manchen schönen Tantz /
manchen schönen lieben Krantz
in den bunten Wiesen machen.

    Ich auch würd auff meiner Pfeiffen
ein erfreutes Liedlein greiffen /
wenn ich in der Liebsten Schoß
alles Kummers würde loß.
Denn wolt' ich an stat deß Klagen /
das mich itzt für seiner Pein /
kaum läßt mich und meine seyn /
nur von lauter Wonne sagen.

    O du schöne Salibene!
Salibene / O du schöne!
Schau doch / wie sich alles liebt /
und in süßen Freuden übt.
Alles wird durch Lust gerühret.
Wir nur gönnen unsre Zeit
der verstoßnen Einsamkeit.
Denck' ob diß sich auch gebühret.

 


 

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