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Gedichte

Paul Fleming: Gedichte - Kapitel 24
Quellenangabe
titleGedichte
authorPaul Fleming
modified20170815
typepoem
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Für eine Jungfrau.

          Der Mäy der kömmt gegangen
und hat die schönen Wangen
mit Blumen außgemahlt.
Das Leid der langen Fröste
wird durch die warmen Weste
mit Wollust reich bezahlt.

    Auch euer Tag der liebe /
will gantz nicht sehen trübe /
stellt sich erfreuter ein.
Und / alles / was wir fragen /
das sagt in einem sagen /
Ihr sollt gebunden seyn.

    Drüm wils auch mir gebühren /
daß ich euch helffe ziehren.
Nehmt dieses schlechte Band.
Ihr Wünsche / die ich schicke /
habt mehr / als ich Gelücke /
und schlingts ihm ümm die Hand.

    Ich bitte seinetwegen
von Gott ihm so viel Seegen /
als Stern am Himmel stehn;
als Zweige sind in Wäldern;
als Kräuter auff den Feldern;
als Fisch im Meere gehn.

 


 

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