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Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte - Kapitel 478
Quellenangabe
titleGedichte
authorJohann Wolfgang von Goethe
typepoem
created20170703
correctorgerd.bouillon@t-online.de
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Feindseliger Blick.

      »Du kommst doch über so Viele hinaus;
Warum bist du gleich außer'm Haus,
Warum gleich aus dem Häuschen,
Wenn Einer dir mit Brillen spricht?
Du machst ein ganz verflucht Gesicht,
Und bist so still wie Mäuschen.«

Das scheint doch wirklich sonnenklar!
Ich geh' mit Zügen frei und bar,
Mit freien treuen Blicken;
Der hat eine Maske vorgethan,
Mit Späherblicken kommt er an;
Darein sollt' ich mich schicken?


Was ist denn aber beim Gespräch,
Das Herz und Geist erfüllet,
Als daß ein ächtes Wortgepräg'
Von Aug' zu Auge quillet!
Kommt Jener nun mit Gläsern dort,
So bin ich stille, stille;
Ich rede kein vernünftig Wort
Mit Einem durch die Brille.

 


 

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