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Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte - Kapitel 462
Quellenangabe
titleGedichte
authorJohann Wolfgang von Goethe
typepoem
created20170703
correctorgerd.bouillon@t-online.de
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Dreifaltigkeit.

        Der Vater ewig in Ruhe bleibt,
Er hat der Welt sich einverleibt.

Der Sohn hat Großes unternommen,
Die Welt zu erlösen, ist er gekommen
Hat gut gelehrt und viel ertragen,
Wunder noch heut in unsern Tagen.

Nun aber kommt der heil'ge Geist,
Er wirkt am Pfingsten allermeist.
Woher er kommt, wohin er weht,
Das hat noch Niemand ausgespäht.
Sie geben ihm nur eine kurze Frist,
Da er doch Erst- und Letzter ist.

Deßwegen wir treulich, unverstohlen,
Das alte Credo wiederholen:
Anbetend sind wir All' bereit
Die ewige Dreifaltigkeit.

 


 

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