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Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte - Kapitel 308
Quellenangabe
titleGedichte
authorJohann Wolfgang von Goethe
typepoem
created20170703
correctorgerd.bouillon@t-online.de
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An den Herzog Karl August

        Durchlauchtigster! Es nahet sich
Ein Bäuerlein demütiglich,
Da Ihr mit Euerm Roß und Heer
Zum Schlosse tut stolzieren sehr,
Gebt, ach, mir einen gnädigen Blick,
Das ist schon Untertanen-Glück;
Denn Haus und Hof und Freud und Leid
Hab ich schon seit geraumer Zeit.
Haben Euch sofern auch lieb und gern,
Wie man eben liebhat seinen Herrn,
Den man wie unsern Herr-Gott nennt.
Und ihn auch meistens nicht besser kennt.
Geb Euch Gott allen guten Segen,
Nur laßt Euch sein uns angelegen;
Denn wir bäurisch treues Blut
Sind doch immer Euer bestes Gut,
Und könnt Euch mehr an uns erfreun
Als an Pferden und Stuterein.
Dies reich ich Euch im fremden Land,
Bliebe Euch übrigens gern unbekannt.
Zieht ein und nehmet Speis und Kraft
Im Zauberschloß in der Nachbarschaft,
Wo eine gute Fee regiert,
Die einen goldnen Szepter führt
Und um sich eine kleine Welt
Mit holdem Blick beisammenhält.
Seb. Simpel.

 


 

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