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Gottfried Keller: Gedichte - Kapitel 14
Quellenangabe
typepoem
titleGedichte
authorGottfried Keller
senderh.guhl@bluewin.ch
created1999
modified20170529
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An A. A. L. Follen

(1847)

           

Nimm diese Lieder, Lobgesang und Klagen,
Wie sie die bunte Jahreszeit gebracht!
Wie mir der Himmel wechselnd weint' und lacht',
Hab' ich die Lyra regellos geschlagen.

Im Sande knarrt der Freiheit goldner Wagen,
Es ist ein müssig Schreien Tag und Nacht;
Betäubt, verworren von der Zungenschlacht,
Zeigt sich der Beste schwach in diesen Tagen.

Uns mangelt des Gefühles edle Feinheit,
So Schwung und Schärfe leiht dem Schwert im Fechten,
Das hohe Wollen und des Herzens Reinheit.

Klar sind sich nur die Schlimmen und die Schlechten,
Sie suchen sich und scharen sich in Einheit,
Entsagend dumpf der Ehre und dem Rechten!

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