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Gedichte

Justinus Kerner: Gedichte - Kapitel 7
Quellenangabe
typepoem
authorJustinus Kerner
year1981
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170530
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Denkmale

1
Kepler
                Arm, preisgegeben jeglicher Beschwerde,
Vom undankbaren Heimatland vertrieben,
Sah er empor von dieser kalten Erde
Und lernte recht die warmen Sonnen lieben.
Der Erd' entlehntes Licht er gern entbehrte,
War ihm die hellre Heimat doch geblieben,
Von Sonnengold sein hehres Haupt umflossen,
Stand jeder Himmel vor ihm aufgeschlossen.
2
Frischlin
Ihn schlossen sie in starre Felsen ein,
Ihn, dem zu eng der Erde weite Lande.
Doch er, voll Kraft, zerbrach den Felsenstein
Und ließ sich abwärts am unsichern Bande.
Da fanden sie im bleichen Mondenschein
Zerschmettert ihn, zerrissen die Gewande.
Weh! Muttererde, daß mit linden Armen
Du ihn nicht auffingst, schützend, voll Erbarmen.
3
Schubart
Ihn stießen sie aus frischen Lebensgärten
In dunkle, modernde Gewölbe nieder,
Mit Ketten seine Hände sie beschwerten:
Da stiegen Heil'ge liebend zu ihm nieder
Und wurden fortan Freund' ihm und Gefährten:
So sang begeistert er die frommen Lieder.
Und als den Kerker sie ihm aufgeschlossen,
Schien ihm die Welt von Grau'n und Nacht umflossen.
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