Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Justinus Kerner >

Gedichte

Justinus Kerner: Gedichte - Kapitel 17
Quellenangabe
typepoem
authorJustinus Kerner
year1981
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170530
Schließen

Navigation:

Glück des Verlassenseins

    Wohl ist es schön, zu stehen
In trauter Freunde Reihn,
Doch schöner ist's, zu gehen
In weiter Welt allein.

Mensch! bist du ganz verlassen,
Klag keinen Augenblick!
Da kannst du erst dich fassen,
Kannst gehn in Gott zurück.

Es täuscht die Welt, die trübe,
Dir nimmer Aug' und Ohr;
Die innre Welt der Liebe
Eröffnet dir ihr Tor.

In ihr lebst du versunken
In Gottes Angesicht,
Die andern, erdetrunken,
Gewahren deiner nicht.

Ja! möchten sie dich lassen
In deinem Innern stumm,
Verlassen, ganz verlassen,
Bis deine Zeit ist um.

In Tiefen unberühret
Wächst einsam das Metall;
Wo's nachtet und gefrieret,
Sich bildet der Kristall.

 << Kapitel 16  Kapitel 18 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.