Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ludwig Uhland >

Gedichte

Ludwig Uhland: Gedichte - Kapitel 242
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Uhland
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
created20150819
modified20170601
sendergerd.bouillon@t-online.de und andere
Schließen

Navigation:

Schlußsonett

        Wie, wenn man auch die Glocke nicht mehr ziehet,
Es lange dauert, bis sie ausgeklungen;
Wie, wer von einem Berge kam gesprungen,
Umsonst, den Lauf zu hemmen, sich bemühet;

Wie oft aus Bränden, welche längst verglühet,
Ein Flämmchen unversehens sich geschwungen,
Und spät noch eine Blüte vorgedrungen
Aus Ästen, die sonst völlig abgeblühet;

Wie den Gesang, den zu des Liebchens Preise
Der Schäfer angestimmt aus voller Seele,
Gedankenlose Halle weiter treiben:

So geht es mir mit der Sonettenweise.
Ob mir's an Zweck und an Gedanken fehle,
Muß ich zum Schlusse dies Sonett doch schreiben.

 << Kapitel 241  Kapitel 243 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.