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Gedichte

Ludwig Uhland: Gedichte - Kapitel 232
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Uhland
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
created20150819
modified20170601
sendergerd.bouillon@t-online.de und andere
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Rückleben

          An ihrem Grabe kniet' ich festgebunden
Und senkte tief den Geist ins Totenreich;
Zum Himmel reichte nicht mein Blick, es stunden
Des Wiedersehens Bilder fern und bleich.
Da so ich vorwärts Grauen nur gefunden,
Vergangne Tage, flüchtet' ich zu euch:
Ich ließ den Sarg des Grabes Nacht entheben,
Zurück sie tragen in das schöne Leben.

Schou huben sich die bleichen Augenlider,
Ihr Auge schmachtete zu mir empor;
Bald strebten auf die frischverjüngten Glieder,
Sie schwebte blühend in der Schwestern Chor;
Der Liebe goldne Stunden traten wieder,
Selbst mit des ersten Kusses Lust, hervor,
Bis sich verlor ihr Leben und das meine
In sel'ger Kindheit Duft und Morgenscheine.

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