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Gedichte

Ludwig Uhland: Gedichte - Kapitel 21
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Uhland
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
created20150819
modified20170601
sendergerd.bouillon@t-online.de und andere
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An Kerner

              Es war in traurigen Novembertagen,
Ich war gewallt zum stillen Tannenhaine
Und stand gelehnet an der höchsten eine,
Da hielt ich deine Lieder aufgeschlagen.

Versunken war ich in die frommen Sagen:
Bald kniet' ich vor Sankt Albans Wundersteine,
Bald schaut' ich Regiswind' im Rosenscheine,
Bald sah ich Helicenas Münster ragen.

Welch lieblich Wunder wirkten deine Lieder!
Die Höh' erschien in goldnem Maienstrahle,
Und Frühlingsruf ertönte durch die Wipfel.

Doch bald verschwand der Wunderfrühling wieder,
Er durfte nicht sich senken in die Thale,
Im Fluge streift' er nur der Erde Gipfel.

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