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Gedichte

Ludwig Uhland: Gedichte - Kapitel 157
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Uhland
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
created20150819
modified20170601
sendergerd.bouillon@t-online.de und andere
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Gespräch

        »Und immer nur vom alten Recht?
Wie du so störrig bist!«
Ich bin des Alten treuer Knecht,
Weil es ein Gutes ist.

»Das Bess're, nicht das Gute nur,
Zu rühmen, sei dir Pflicht!«
Vom Guten hab' ich sichre Spur,
Vom Bess'ren leider nicht.

»Wenn ich dir's aber weisen kann,
So merk' und trau' auf mich!«
Ich schwör' auf keinen einzeln Mann,
Denn einer bin auch ich.

»Ist weiser Rat dir kein Gewinn,
Wo zündest du dein Licht?«
Ich halt' es mit dem schlichten Sinn,
Der aus dem Volke spricht.

»Ich sehe, daß du wenig weißt
Von Schwung und Schöpferkraft.«
Ich lobe mir den stillen Geist,
Der mählich wirkt und schafft.

»Der echte Geist schwingt sich empor
Und rafft die Zeit sich nach.«
Was nicht von innen keimt hervor,
Ist in der Wurzel schwach.

»Du hast das Ganze nicht erfaßt,
Der Menschheit großen Schmerz.«
Du meinst es löblich, doch du hast
Für unser Volk kein Herz.

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