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Gedichte

Ludwig Uhland: Gedichte - Kapitel 140
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Uhland
publisherVerlag Projekt Gutenberg-DE
titleGedichte
created20150819
modified20170601
sendergerd.bouillon@t-online.de und andere
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Entschluß

       

Sie kommt in diese stillen Gründe,
Ich wag’ es heut mit kühnem Mut.
Was soll ich beben vor dem Kinde,
das niemand was zu Leide tut?

Es grüßen alle sie so gerne,
Ich geh vorbei und wag es nicht;
Und zu dem allerschönsten Sterne
Erheb’ ich nie mein Angesicht.

DieBlumen,die nach ihr sich beugen,
Die Vögel mit dem Lustgesang,
Sie dürfen Liebe ihr bezeugen:
Warum ist mir allein so bang?

Dem Himmel hab' ich oft geklaget
In langen Nächten bitterlich;
Und habe nie vor ihr gewaget
Das eine Wort: Ich liebe dich!

Ich will mich lagern unterm Baume,
Da wandelt täglich sie vorbei;
Dann will ich reden als im Traume,
Wie sie mein süßes Leben sei.

Ich will- owehe! welches Schrecken!
Sie kommt heran, sie wird mich sehn;
Ich will mich in den Busch verstecken,
Da seh’ ich sie vorübergehn.

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