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Max von Schenkendorf: Gedichte - Kapitel 43
Quellenangabe
typepoem
authorMax von Schenkendorf
titleGedichte
publisherDeutsches Verlagshaus Bong & Co.
editorEdgar Groß
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151005
projectid5a867da8
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Das Bergschloß.

Da droben auf jenem Berge,
Da stehet ein altes Haus,
Es schreiten zu Nacht und am Mittag
Viel Rittergestalten heraus.

Die weilten in herrlichen Tagen
Hier fröhlich am gastlichen Herd,
Sie haben viel Schlachten geschlagen,
Sie haben viel Becher geleert.

Das alles ist leider vorüber,
In Trümmern das alte Tor;
Wer rufet aus Schutt und aus Grüften
Die mächtige Zeit uns hervor.

Und mag sie sich nimmer erheben,
Und hält sie der ewige Neid,
Wir wollen aufs neue sie leben,
Die alte, die selige Zeit.

Wir sind hier zusammengekommen
Und sprengen den köstlichsten Wein,
Zum Wohnsitz der Freien und Frommen
Das Erbteil der Deutschen zu weihn.

Sieh Bürger und Ritter aufs neue
Erheben zum Schwure die Hand:
Wir meinen's recht in der Treue,
Du liebes, du heiliges Land!

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