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Max von Schenkendorf: Gedichte - Kapitel 35
Quellenangabe
typepoem
authorMax von Schenkendorf
titleGedichte
publisherDeutsches Verlagshaus Bong & Co.
editorEdgar Groß
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151005
projectid5a867da8
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Tedeum nach der Schlacht bei Leipzig.

Herr Gott, dich loben wir,
Herr Gott, wir danken dir!
Es schallt der Freien Lobgesang
Vom Aufgang bis zum Niedergang.
Wir fochten mit dem Engelheer,
Wir alle dienten deiner Ehr'.
Mit Cherubim und Seraphim
Singt nun der freien Menschen Stimm':
Heilig ist unser Gott,
Heilig ist unser Gott,
Heilig ist unser Gott,
Der Heeresscharen Gott!
Weit über die Gedanken, weit
Ging deine Macht und Herrlichkeit.
Nicht unser Arm, nicht unser Arm,
Dein Schrecken schlug der Feinde Schwarm:
Wir fochten zwar mit frischem Mut,
Wir gaben treulich Leib und Blut,
Du aber hast die Christenheit
Zur rechten Zeit und Stund' befreit.
Des Drängers volle Schale sank,
Als ihm ins Ohr dein Donner klang:
Nun liegen wir im Staube hier,
Herr Gott, Herr Gott, wir danken dir.
Das ganze Deutschland weint und lacht,
Die Freiheit ist ihm wiederbracht,
Wofür der Herr am Kreuze starb,
Was uns der Väter Kraft erwarb,
Das haben wir, das halten wir:
Herr Jesu Christ, wir danken dir,
Wir wollen ewig dich erhöhn,
Daß wir den großen Tag gesehn,
Dich Tag der Sühne, Tag des Herrn,
Wie feurig schien dein Morgenstern!
    Im Himmel ist gar große Freud',
Die Märtyrer im weißen Kleid,
Wer je für Recht und Glauben fiel,
Der edlen Winfelds Kämpfer viel,
Die Kaiser aus dem Schwabenland
Erheben Gottes Wunderhand;
Wer Otto je und Heinrich hieß,
Erfreut sich noch im Paradies.
    Du gabst uns ja dies schöne Land,
Das schöne, deutsche Vaterland,
Du gabst uns ja den freien Mut,
Erhalt auch rein das deutsche Blut,
Der Lüge fern, der Gleisnerei,
Einfältig laß uns sein und treu.
Im Staube Fürst und Untertan,
Herr Gott, Herr Gott wir beten an,
Du bist uns Hilfe, Trost und Licht,
Man raubet uns die Freiheit nicht.

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