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Max von Schenkendorf: Gedichte - Kapitel 14
Quellenangabe
typepoem
authorMax von Schenkendorf
titleGedichte
publisherDeutsches Verlagshaus Bong & Co.
editorEdgar Groß
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151005
projectid5a867da8
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Warum er ins Feld zog.

Ich zieh' ins Feld, mich hat geladen
Ein heiliges geliebtes Haupt;
O Dank den ew'gen Himmelsgnaden,
Mein König hat den Kampf erlaubt.

Ich zieh' ins Feld für meinen Glauben,
Für aller Welten höchstes Gut;
Am Nile schwur der Feind, zu rauben
Uns vom Altar des Heilands Blut.

Ich zieh' ins Feld für ew'ges Leben,
Für Freiheit und uraltes Recht;
In frischer Kraft soll sich erheben
Der Mensch, zu lange schon ein Knecht.

Ich zieh' ins Feld um Himmelsgüter
Und nicht um Fürstenlohn und Ruhm;
Ein Ritter ist geborner Hüter
Von jedem wahren Heiligtum.

Ich zieh' ins Feld für Deutschlands Ehre,
Das Lustspiel alter Heldenwelt,
Daß Lied und Minne wiederkehre
In unser grünes Eichenzelt.

Ich zieh' ins Feld mit freien Bauern
Und ehrenwerter Bürgerzunft;
Ein ernster Schlachtruf ist ihr Trauern
Um alter Zeiten Wiederkunft.

Ich zieh' ins Feld, daß ferner gelte
Mein Adel, meine Wappenzier,
Daß mich der Ahnen keiner schelte
Einst an des Paradieses Tür.

Ich zieh' ins Feld für meine Dame,
Die schönste weit im ganzen Land,
Daß ohne Tadel sei der Name,
Den sie zu tragen würdig fand.

Ich zieh' ins Feld, wo tausend sinken
Als Bürger einer bessern Welt;
Soll mir der Todesengel winken  
Hier bin ich, Herr, ich zieh' ins Feld.

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