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Max von Schenkendorf: Gedichte - Kapitel 129
Quellenangabe
typepoem
authorMax von Schenkendorf
titleGedichte
publisherDeutsches Verlagshaus Bong & Co.
editorEdgar Groß
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151005
projectid5a867da8
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Auf der Wanderung am Rhein.

Nonneneiland in dem Flusse,
Rolandseck auf steiler Höh',
Seid gegrüßt mit gutem Gruße,
Weil ich hier vorübergeh'.

Muß ich stets vorüberziehen,
Brech' ich keine Früchte ab,
Soll mir keine Laube blühen,
Pflanz' ich nie den Wanderstab?

Flüchtet, flüchtet, ihr Gedanken,
Nach der süßen Ruhestatt,
Die mit holden Zauberschranken
Euren Flug gefangen hat.

Rückwärts, rückwärts, meine Blicke,
Nach dem fernen stillen Haus,
Baut euch mutig eine Brücke
Über Berg und Tal hinaus.

Grüßet mir die frommen Kinder
Bei dem frommen, lieben Fest,
Daß die Sehnsucht milder, linder
Sich im Lied vernehmen läßt.

Alle Freuden, allen Segen,
Himmelsfrieden, süße Ruh',
Was ihr findet auf den Wegen,
Führet meiner Freundin zu.

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