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Max von Schenkendorf: Gedichte - Kapitel 122
Quellenangabe
typepoem
authorMax von Schenkendorf
titleGedichte
publisherDeutsches Verlagshaus Bong & Co.
editorEdgar Groß
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151005
projectid5a867da8
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An die Frau Doktorin Motherby.

Es starrt der Fels; hier winkt der Pfad,
Dort rauschen die verborgnen Quellen.
O weile sinnend bei den Stellen,
Du lieber Blick, die ich betrat.

Es kostet manchen sauren Schritt,
Und ach, ich wandle immer weiter;
Doch kenn' ich freundliche Begleiter,
Wohin ich dringe, gehn die mit.

Des ernsten Freundes teutsches Wort,
Ein Rauschen gleich dem Zitherklange,
Den Chor, es wird uns nimmer bange,
Vernahm ich schon an manchem Ort.

Gestalten, die ich abgewann
Der dunklen Wacht vergangner Stunden,
All meine Wonnen, meine Wunden,
Sie blieben treu dem Wandersmann.

Vor Tausende ein Wunderbild
Schwebt um mich her, bald nah, bald ferne,
Der Wolke nun, dann gleich dem Sterne,
Verletzend heut und morgen mild!

Daß ihm die Reise stets gefiel!
Ich will es friedlich lassen walten,
Denn fassen darf ich's nicht und halten
Das liebe, liebe Zauberspiel!

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