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Max von Schenkendorf: Gedichte - Kapitel 119
Quellenangabe
typepoem
authorMax von Schenkendorf
titleGedichte
publisherDeutsches Verlagshaus Bong & Co.
editorEdgar Groß
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151005
projectid5a867da8
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Am 30. September 1813.

Honiglippe, Rosenmund,
Küsse mich zu jeder Stund'!
Arme weich und wonniglich,
Liebesketten, bindet mich.

Dunkel ist das Felsental,
Und der Steg ist schwank und schmal;
Doch du leuchtest mir so gern,
Himmelsfunken, Augenstern.

Atem, Rede, Druck und Kuß,
Aller Wonnen Überfluß,
Engelseele, Götterleib,
Mein das allerschönste Weib.

Alles, alles das war mein;
Muß nun so verlassen sein!
Sänk' ich blutend in der Schlacht,
Niemand hätte meiner acht!

Wanke nicht, mein guter Mut,
Lust am Leben, warmes Blut,
Daß der Schmerz mich nicht verzehrt,
Eh' mein Himmel wiederkehrt.

Ach, ich bin so blaß und krank,
Wüßte wohl dem Arzte Dank!
Honiglippe, Rosenmund,
Sprich, wann machst du mich gesund?

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