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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 93
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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3. Der Zackenfall

Brausend stürzt sich die Fluth in die dunkle, schwindelnde Tiefe,
    Und im silbernen Schaum bricht sich die Farbe des Lichts.
Ewig verjüngt sich der Fall, es drängt sich Woge auf Woge,
    Und seit Jahrtausenden kämpft hier mit den Fluthen der Fels.
Aber umsonst nur strebt er dem Elemente entgegen,
    Und der ewige Kampf bleibt das Gesetz der Natur. –
Stolz wie die brausende Fluth, so das kühne Streben des Jünglings,
    Das durch des Schicksals Nacht muthig den Muthigen reißt.
Hell fließt, wie nach dem Sturze der Bach, nach den Kämpfen der Jugend
    Ihm auch des Lebens Strom rein und krystallhell dahin!

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