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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 65
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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Die drei Sterne

Es blinken drei freundliche Sterne
    Ins Dunkel des Lebens herein;
Die Sterne, die funkeln so traulich,
    Sie heißen: Lied, Liebe und Wein.

Es lebt in der Stimme des Liedes
    Ein treues, mitfühlendes Herz;
Im Liede verjüngt sich die Freude,
    Im Liede verweht sich der Schmerz

Der Wein ist der Stimme des Liedes.
    Zum freudigen Wunder gesellt,
Und malt sich mit glühenden Strahlen
    Zum ewigen Frühling die Welt.

Doch schimmert mit freudigem Winken
    Der dritte Stern erst herein,
Dann klingt's in der Seele wie Lieder,
    Dann glüht es im Herzen wie Wein.

Drum blickt denn, Ihr herzigen Sterne,
    In unsre Brust auch herein;
Es begleite durch Leben und Sterben
    Uns Lied und Liebe und Wein.

Und Wein und Lieder und Liebe,
    Sie schmücken die festliche Nacht;
Drum leb', wer das Küssen und Lieben
    Und Trinken und Singen erdacht!

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