Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Theodor Körner >

Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 50
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
Schließen

Navigation:

Auf der Bastei

Und Du hast mich nicht betrogen,
    Ahnung, heilig ist Dein Wort!
Mächtig fühlt' ich mich gezogen,
    Unwillkürlich trieb mich's fort.

Wildes Herz, Du sollst sie schauen,
    Hört' ich's flüsternd um mich wehn,
Sollst die Krone aller Frauen,
    Sollst die Sonne tagen sehn.

Muthig stürmt' ich um die Ecke,
    Meine Träume logen nicht,
Und die zarte Augendecke
    Zitterte in Deinem Licht.

Und ich sog aus Deinen Zügen
    Neues Leben, neue Lust,
Und ein seliges Vergnügen
    Warf sich heiter auf die Brust.

Wenn der Welle Donner wogen
    Und des Meeres Brandung raucht,
Und der klare Himmelsbogen
    Sich in Nacht und Nebel taucht,

Gießt der Schiffer seine Fässer
    Milden Oeles in den Kampf,
Und es gleiten die Gewässer
    Spiegelnd aus dem Wellendampf.

So wird's friedlich in der Seele,
    Wenn Dein süßer Blick mich trifft;
Was mich martre, was mich quäle, –
    Ich vergesse schnell das Gift.

Gern veracht' ich dann die Klippe,
    Gern die Strudel meiner Zeit,
Einen Kuß von Deiner Lippe –
    Und der Tod wird Seligkeit.

 << Kapitel 49  Kapitel 51 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.