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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 44
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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Ständchen

Alles wiegt die stille Nacht
    Tief in süßen Schlummer;
Nur der Liebe Sehnsucht wacht
    Und der Liebe Kummer.
Mich umschleichen bandenfrei
    Nächtliche Gespenster;
Doch ich harre still und treu
    Unter Deinem Fenster.

Holdes Mädchen, hörst Du mich?
    Willst Du länger säumen?
Oder wiegt der Schlummer Dich
    Schon in süßen Träumen?
Nein, Du bist gewiß noch wach;
    Hinter Fensters Gittern
Seh' ich ja im Schlafgemach
    Noch das Lämpchen zittern.

Ach, so blicke, süßes Kind,
    Aus dem Fenster nieder!
Leise wie der Abendwind
    Flüstern meine Lieder;
Doch verständlich sollen sie
    Meine Sehnsucht klagen
Und mit sanfter Harmonie
    Dir: »Ich liebe!« sagen.

Was die treue Liebe spricht,
    Wird die Liebe hören.
Aber länger darf ich nicht
    Deine Ruhe stören.
Schlummre, bis der Tag erwacht,
    In dem warmen Stübchen.
Drum, feins Liebchen, gute Nacht,
    Gute Nacht, feins Liebchen!

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