Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Theodor Körner >

Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
Schließen

Navigation:

Wehmuth der Liebe

Ach, daß im lauten Spiel des Lebens
    Nicht eine Seele mich versteht!
Es klagt mein tiefes Lied vergebens,
    Es wird vom Zephyrhauch verweht!
Die Liebe nur kennt meinen Schmerz,
Die Liebe nur versteht mein Herz.

Sie weckte mich mit zarten Tönen
    Aus meiner Jugend leichtem Spiel,
Das Ideal des höchsten Schönen
    Durchflammte glühend mein Gefühl;
Da zog, was tief im Herzen schlug,
Hinauf, hinauf mit Adlerflug.

Doch all mein Sehnen war vergebens
    Und mein Elysium zerstört.
Mir ward das höchste Glück des Lebens,
    Das Glück der Liebe, nicht beschert.
Wenn überall die Hoffnung spricht, –
Umsonst, umsonst, mich ruft sie nicht!

Zwar noch ein Trost ist mir geblieben,
    Ein Trost für das zerrissne Herz;
Denn ward mir nicht das Glück zu lieben,
    So ward mir doch der Liebe Schmerz;
Er ist, ich fühl's in meiner Brust,
Noch mehr als alle Erdenlust.

 << Kapitel 31  Kapitel 33 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.