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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 26
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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Der Morgenstern

Stern der Liebe, Glanzgebilde,
    Glühend wie die Himmelsbraut
    Wanderst durch die Lichtgefilde,
    Kündend, daß der Morgen graut.

Freundlich kommst Du angezogen,
    Freundlich schwebst Du himmelwärts,
    Glitzernd durch des Aethers Wogen,
    Strahlst Du Hoffnung in das Herz.

Wie in schäumenden Pokalen
    Traubenpurpur muthig schwellt,
    So durchleuchten Deine Strahlen
    Die erwachte Frühlingswelt.

Wie im herrlichen Geschiebe
    Sich des Goldes Pracht verschließt,
    So erglänzst Du, Stern der Liebe,
    Der den Morgen still begrüßt.

Und es treibt Dich nach den Sternen,
    Hell im Dunkel zu erglühn.
    Ueber Berge, über Fernen
    Möcht' ich einmal mit Dir ziehn.

Fasst mich, fasst mich, heil'ge Strahlen,
    Schlingt um mich das goldne Band,
    Daß ich aus den Erdenqualen
    Fliehe in ein glücklich Land.

Doch ich kann Dich nicht erfassen,
    Nicht erreichen, stehst so fern! –
    Kann ich von der Sehnsucht lassen?
    Darf ich's, heil'ger Himmelsstern?

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