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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 177
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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An den Leser

Widmungsgedicht zu der ersten von Theodor Körner unter dem Titel »Knospen« 1810 veröffentlichten Sammlung seiner Gedichte.

Knospen nennen wir uns, sind bescheidne, freundliche Blümchen:
    Wie uns der Frühling gebar, treten wir kunstlos hervor.
Freilich sind wir noch klein und zart und nur Träume des Lebens;
    Doch auch ein Traum ist gut, kommt er aus fröhlicher Brust.
Nimm uns drum, wie wir sind! Hat Natur auch leicht uns gestaltet,
    Leicht wie die Jugend, entquillt leicht auch die bildende Kraft.
Doch wie die Blüthe sich formt? – Das liegt noch verhüllt in der Zukunft!
    Wenn sich der Sommer erhebt, reift auch die Knospe zur Frucht.

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