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Gutenberg > Theodor Körner >

Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 170
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
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Der Kynast

(Diese Sage vom Kynast, einer alten verfallenen Felsenburg an der nordöstlichen Seite des Riesengebirges, hat sich im Munde des Volkes erhalten. Fürchterlich in der That ist der Abgrund von der Schloßmauer hinab in das enge Felsenthal, das den Namen der Hölle führt und eine bedeutende Rolle in dieser Ballade spielen wird. Der Kynast ist vom Herzog Bolko von Schlesien im Jahre 1592 erbaut und dem Grafen Schaffgotsch geschenkt worden. Im Jahre 1676 brannte er ab und schmückt seitdem als eine der herrlichsten Ruinen die Gegend von Hirschberg.)

            Es zieht ein Hauf
            Zur Burg hinauf:
    Was mögen die wandern und wallen?
Die Brücke fällt, das Thor geht auf, –
    Es sind Kunigundens Vasallen.
Sie kommen weit durchs ganze Land;
    Die Herrin soll sich vermählen,
So wünscht das Volk; sie hat freie Hand,
                Zu wählen,
            An Würdigen kann es nicht fehlen.

            Der Graf ist todt,
            Das Land in Noth,
    Der Arm fehlt, die Mannen zu lenken;
Drum kommt zu der Gräfin das Aufgebot,
    Die jungfräuliche Hand zu verschenken. –
Viel edle Ritter werben um sie
    Mit Zeichen des innigen Strebens,
Umschwärmen die Hohe spät und früh –
                Vergebens!
            Jungfrau will sie bleiben zeitlebens.

            Ein Trauerkleid wallt
            Um die hohe Gestalt,
    So empfängt sie den Zug der Vasallen.
Und als sie's vernommen, entgegnet sie bald:
    »Wol möcht' ich dem Volke gefallen;
»Doch fordr' ich von meinem Freier ein Pfand,
    »Das darf mir Keiner verwehren;
»Erfüllt er's, so soll ihm Herz und Hand
                »Gehören.« –
            Es riefen die Ritter: »Lass hören!«

            »Mein Vater stand
            »Auf der Mauer Rand« –
    So begann sie – »und blickte hinunter
»In die Hölle hinab, an der Felsenwand;
    »Da stürzt' ihn der Schwindel hinunter.
»Drum wer mir mit Wünschen der Liebe naht
    »Denn ich mag keine zweite Trauer –
»Der soll es beweisen mit kecker That:
                »Kein Schauer
            »Ergreif' ihn am Abgrund der Mauer.

            »So sei denn bekannt:
            »Dem gehört die Hand,
    »Der keck mit festen Schritten
»Vorbei an der steilen Felsenwand
    »Aus der Mauer ums Schloß geritten;
»Und wer es glücklich vollenden kann,
    »Der soll mich zur Kammer führen;
»Doch soll mich liebend kein andrer Mann
                »Berühren!
            »Ich gelob' es mit heiligen Schwüren.«

            Die Herrin schwieg,
            Stolz auf den Sieg.
    Still zogen die Männer von dannen;
Sonst mancher Freier den Kynast erstieg, –
    War allen die Lust vergangen.
Was die Gräfin gewünscht, das stand ihr frei,
    Es schreckten des Rittes Gefahren;
Die Burg ward still, nun konnte sie treu
                Nach Jahren
            Des Vaters Gedächtniß bewahren.

            Ein Jüngling allein
            Fand bald sich ein,
    Der war ihr treueigen geblieben.
Solch wackerer Muth kann nicht mehr sein
    Und solch redliches Herz im Lieben;
Im ganzen Land war Graf Albert geehrt.
    Er wagt es ans Leben und Sterben:
Der junge Degen den Ritt begehrt,
                Zu werben
            Um Liebe oder Verderben.

            Die Gräfin erschrickt,
            Wie sie den erblickt;
    Sie dacht': 's wird Keiner es wagen.
Und ihre Diener sie zu ihm schickt
    Und läßt ihm den Ritt versagen.
Doch der Ritter erklärt sich frei und frank:
    Sie möcht' auf den Schwur sich besinnen;
Er wolle sterben oder den Dank
                Gewinnen,
            Er scheide nicht eher von hinnen.

            In höchster Noth
            Sie ihn zu sich entbot
    Und beschwört ihn, die Augen voll Zähren:
»Zur Verzweiflung brächte mich Euer Tod,
    »O lasst meine Bitte gewähren!
»Ich lieb' Euch nicht, ich bekenn' es frei,
    »Doch dauert mich Eure Jugend,
»Und Euer Muth ist – bei Glauben und Treu'! –
                »Nicht Tugend,
            »Nein, tollkühn und Gott versuchend.

            »Es wäre zu viel;
            »Kein freches Spiel
    »Wollt' ich mit dem Leben treiben;
»Ich wollte frei sein, das war mein Ziel;
    »Ich meinte, sie lassen's wol bleiben.
»Lass' ab, wenn ich lieb Dir und theuer bin,
    »Du wirst den Tod nur umarmen;
»Es ist uns Beiden doch kein Gewinn! –
                »Erbarmen
            »Mit Dir und mit mir – mir Armen!« –

            Sie lag vor ihm
            Auf beiden Knien
    Und beschwor ihn bei Himmel und Erde;
Doch Albert blieb immer fest und kühn
    Und den furchtbaren Ritt begehrte.
»Nicht Du bist schuld an meinem Tod,
    »In den ich mit Freuden gehe;
»Ich gehorche der Liebe Zaubergebot,
                »Mir geschehe
            »Nun ewig wohl oder wehe!« –

            Er schwingt sich aufs Roß,
            Der Knappen Troß
    Kommt traurig ihm entgegen;
Den Jüngling beklagt das ganze Schloß,
    Der Geistliche giebt ihm den Segen;
Und festlich schmückt man die jammernde Braut,
    Die der kühne Graf will erwerben.
Da schmettern dreimal die Trompeten laut:
                Sie werben
            Zur Liebe oder zum Sterben.

            Und er sprengt gewandt
            Zu der Felsenwand,
    Und das Roß setzt keck auf die Mauer.
Einen Kuß noch wirft er mit flüchtiger Hand,
    Ihn faßt nicht Schwindel noch Schauer.
Sein wackres Roß geht Schritt für Schritt,
    Es trägt den wackersten Knaben; –
Da wankt ein Stein, das Roß wankt mit,
                Und es haben
            Die Felsen den Ritter begraben – –

            Die Gräfin sank,
            Aller Sinne frank,
    Es ergriff sie ein tödtliches Fieber.
Sie siechte wol viele Wochen lang,
    Der Tod wär' ihr tausendmal lieber.
Und als sie endlich genesen war,
    Da sind auch drei Brüder erschienen,
Die wollten die Braut durch Todesgefahr
                Verdienen
            Oder sterbend den Schwur versühnen.

            »Lass't ab, lass't ab!
            »'S ist Euer Grab!«
    So beschwor die Gräfin mit Zähren;
»Schon stürzte vor Euch ein Wackrer hinab;
    »Wollt Ihr meine Qual noch vermehren?
»Und soll ich morden ein ganzes Geschlecht?
    »Nein, theilt Euch in all meine Güter,
»Nur besteht nicht auf diesem gräßlichen Recht!
                »Drei Brüder
            »Sonst kehren dem Vater nicht wieder.

            »Nein, kehrt zum Glück,
            »Zum Vater zurück!« –
    So bat sie und warf sich zur Erde;
Doch schöner war sie mit Thränen im Blick,
    Und jeder der Ritter begehrte:
»Wir sind aus einem edlen Geschlecht,
    »Und durfte Der für Dich sterben,
»So fordern wir billig ein gleiches Recht;
                »Wir werben
            »Um Liebe oder Verderben!« –

            Der Erste schickt
            Sich zum Ritte und drückt
    Den Brüdern noch scheidend die Hände;
Er schaut auf die Gräfin still entzückt,
    Dann sprengt er zur Mauer behende.
Und noch ist er nicht zur Hälfte heran,
    Und jammernd stehen die Brüder:
Das Roß, es bebt vor der gräßlichen Bahn,
                Stürzt nieder,
            Und den Jüngling sieht Keiner wieder.

            Noch bebt das Herz
            Im stummen Schmerz,
    Da sprengt der Zweite zur Mauer,
Und gräßlich blickt er himmelwärts,
    Es faßt ihn wie Todesschauer!
Doch erreicht er die Mitte – da blickt er hinab,
    Und die Sinne sind ihm verschwunden;
Es bäumt sich das Roß, er stürzt hinab.
                Tief unten
            Da haben sich Beide gefunden.

            Und schreckenbleich,
            Den Todten gleich,
    Steht Alles und ringt die Hände;
Und die Gräfin zum Dritten sich wendet gleich:
    »O denkt Eurer Brüder Ende!
»O lass't Eurem Vater das letzte Glück,
    »O lass't ihm den letzten Erben!
»Die Beiden kehren doch nimmer zurück;
                »Kein Werben
            »Um Liebe war's, – nein, um Verderben!« –

            Doch der Ritter spricht:
            »Ich kenne die Pflicht
    »Und scheide nicht von den Lieben.
»Vermeldet dem Vater die Trauergeschicht',
    »Und wir wären uns treu geblieben!«
So drückt er dem Pferde die Sporen ein,
    Die Gräfin grüßt er noch heiter;
Dann stürzt er sich schnell in die Felsen hinein,
                Und Reiter
            Und Roß sah kein Auge weiter.

            Die Gräfin sank
            Sinnlos, todtkrank
    Noch am Abend aufs Siechbett nieder,
Und was ihr stets in die Ohren klang,
    Das waren die Worte der Brüder. –
Man zählte sie zu den Lebendigen kaum,
    Wol täglich ward's schlimmer und schlimmer;
Es quälte sie ein gräßlicher Traum,
                Und immer
            Vernahm sie's wie Geistergewimmer:

            »Ade, süße Braut!
            »Der Morgen graut,
    »Den Todeskuß auf die Wange!
»Wir haben Dich oben lieb angeschaut,
    »Wir harren Deiner schon lange.«
So rief's ihr im Traume; doch endlich fand
    Sich der Kräfte volleres Streben;
Sie erwachte neu an des Grabes Rand,
                Dem Leben, –
            Der Freude nicht wiedergegeben.

            Sie warf den Blick
            Auf ihr Leben zurück,
    Sah überall Qual und Schmerzen.
Die Männer zerstörten ihr stilles Glück;
    Da wuchs ihr der Haß im Herzen.
»In der Seele, da wohnten mir Frieden und Ruh,
    »Durch Euch mußt' er welkend sterben.
»Nun könnt Ihr ziehn, nun lass' ich es zu,
                »Könnt werben:
            »Ihr seid es werth, zu verderben!« –

            Drauf zogen Viel'
            Zum gefährlichen Spiel:
    Kalt ließ sie Alle gewähren;
Doch Keiner von Allen kam ans Ziel,
    Und Keiner thät wiederkehren.
Die Gräfin sah kalt auf das große Grab,
    Auf die tollkühnen Opfer nieder,
Kalt blieb sie auch, stürzte der Ritter hinab;
                Die Brüder
            Beweinte sie noch, Keinen wieder.

            Groß war schon die Zahl,
            Die in gräßlicher Wahl
    Gebuhlt um Lieb' und Verderben. –
Da sprengt ein Ritter herauf aus dem Thal
    Und läßt um den Ritt sich bewerben.
Er blickt gar fest in die nahe Gefahr,
    Blickt fest in die Felsen hinunter;
Schwarz glüht das Auge, und goldenes Haar
                Fließt unter
            Dem Helme in Locken herunter.

            Den Helden führt
            Man reich geziert
    Zur Gräfin, den Ritt zu verlangen.
Gar wunderbar fühlt sie sich plötzlich gerührt,
    Es ergreift sie ein Sehnen und Bangen.
Und bald versteht sie die heimliche Qual,
    Versteht die tiefen Schmerzen;
Denn die Liebe glüht ihr zum ersten Mal
                Im Herzen,
            Und die läßt sich nicht verscherzen.

            Und wie der Held
            Zu Füßen ihr fällt
    Und sie um den Ritt gebeten,
Kaum länger sich die Gräfin verstellt,
    Die Thränen im Auge reden.
»Lass't ab von der Bitte, Herr Rittersmann!
    »Trotzt nicht dem Tode verwegen!
»Und wenn ich's auch nicht versagen kann,
                »So mögen
            »Euch meine Bitten bewegen.« –

            Doch Jener spricht:
            »Bestürmt mich nicht,
    »Und lass't mich immer gewähren!
»Ich hab's geschworen, 's ist meine Pflicht,
    »Sonst darf ich nicht wiederkehren.« –
»Und wenn ich auch nichts erbitten mag,«
    Entgegnet die Gräfin mit Beben,
»So wartet nur bis den morgenden Tag;
                »Dem Leben
            »Könnt Ihr diese Frist wol geben.«

            Im hohen Saal
            Zum reichen Mahl
    Führt sie den geliebten Ritter,
Und immer höher steigt ihre Qual;
    Da ergreift der Gast die Zither
Und singt von der Liebe unendlicher Lust
    Viel schöne, köstliche Lieder;
Und was er gesungen, klingt ihr in der Brust
                Ewig wieder,
            Und Feuer durchströmt alle Glieder.

            Mit Thränen wacht
            Sie die ganze Nacht,
    Mit sich und der Liebe im Streite. –
»Und wenn es gelänge, und hätt' er's vollbracht,
    »Ach, Herz! Du brächst in der Freude.
»Die Lieb' ist ja mild wie das Sonnenlicht,
    »Läßt nicht ihre Treuen verderben;
»Und müßt' er hinab, und könnt' er mich nicht
                »Erwerben,
            »Ich könnte doch mit ihm sterben.«

            Der Morgen graut,
            Da schmückt sich die Braut,
    Den geliebten Mann zu empfangen,
Und wie sie den freudigen Helden erschaut,
    Da glühen ihr höher die Wangen;
Sie fliegt ihm entgegen mit wildem Schmerz:
    »Umsonst, daß ich länger mich sträube!
»Ich gesteh' es frei: Dir gehört dies Herz,
                »Ich bleibe
            »Im Leben und Tod Dir zum Weibe!«

            Und glühend umfaßt
            Hält sie den Gast;
    Der reißt sich ihr schnell aus den Armen:
»Noch geziemt mir nicht solche köstliche Last,
    »Ich darf die Braut nicht umarmen.
»Horcht, Gräfin! horcht, welch festlicher Ton?
    »Der ladet zum Siegen – zum Sterben;
»Die Trompeten rufen das Opfer schon,
                »Sie werben
            »Der Liebe Tod und Verderben!«

            Der Geistliche bringt
            Ihm den Segen; da schwingt
    Sich der Ritter behende zu Pferde.
Er winkt Ade! – Kunigunde sinkt
    Besinnungslos zur Erde.
Doch setzt er kühn auf die Mauer hinan,
    Als wär' sie wol dreimal breiter,
Und es schreitet das Roß auf der gräßlichen Bahn
                Keck weiter,
            Trägt glücklich zum Ziele den Reiter.

            Ein Freudenlaut
            Weckt die glückliche Braut,
    Und sie stürzt dem Ritter entgegen:
»So hast Du Gott und der Liebe vertraut,
    »Dich beschützte ihr heiliger Segen.
»Dir ist es gelungen, ich folge Dir gern,
    »Zum Leben, zur Liebe, zur Freude;
»Der Kynast begrüßt Dich als seinen Herrn!
                »Uns Beide
            »Kein Stürmen des Lebens mehr scheide!« –

            Und der Ritter blickt streng
            Auf das Freudengedräng:
    »Nicht also will ich es enden!
»Weg mit den Schalmeien und Hochzeitgepräng!
    »Das Blatt soll sich fürchterlich wenden.
»Nicht nach der Braut gelüstete mir
    »Und dem Feierklange der Lieder;
»Wo sind meine Freunde? ich fordre von Dir
                »Sie wieder,
            »Graf Albert und die drei Brüder!

            »Von Deiner Hand
            »In den Tod gesandt –
    »Das durchfuhr wie ein Blitz meine Träume!
Mich lockte nicht Deine blutige Hand;
    »Denn längst blüht ein Weib mir daheime.
»Verschmähter Liebe unendlichen Schmerz, –
    »Das hatt' ich bei Gott mir versprochen, –
»Du solltest ihn fühlen! – Jetzt ist Dein Herz
                »Gebrochen. –
            »Sieg, Freunde! Ihr seid gerochen!« –

            Er spornt das Roß,
            Es fliegt aus dem Schloß,
    Und läßt sie verzweifelnd zurücke. –
Erschrocken steht der Diener Troß,
    Wol perlt es in manchem Blicke;
Und die Gräfin erwacht wie aus schwerem Traum,
    Blickt gräßlich nach allen Seiten
Und wankt zur Mauer und hält sich kaum.
                Von weiten
            Die Diener die Gräfin begleiten.

            Da spricht sie leis
            Zum bekannten Kreis:
    »Wol hat sich die Liebe gerochen,
»Wol erkannt' ich des Lebens höchsten Preis;
    »Doch mein Herz ward treulos gebrochen.
»Die unten dort sind mir angetraut –
    »Was soll ich die Hochzeit verschieben?
»Empfangt das Opfer, empfangt die Braut!
                »Mein Lieben
            »Ist über der Erde geblieben!« –

            Und sie stürzt sich hinab
            Ins Felsengrab;
    Da klingt es wie Geistergeflüster:
»Die Braut ist gekommen, den Kranz herab!
    »Was, Liebchen, bist Du so düster?
»Nun ist das Hoffen und Sehnen verkürzt,
    »Nun mag sich die Jungfrau vermählen;
»Du hast Dich uns selbst in die Arme gestürzt:
                »Kannst wählen,
            »Der Braut soll's an Liebsten nicht fehlen.«

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