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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 153
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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Erzählende Gedichte.

Komische Erzählungen, Legenden, Sagen, Romanzen
und Balladen.

Des Feldpredigers Kriegsthaten

1808.

Ich bin bei englischem Rindfleisch erzogen
Und habe bei englischem Biere studirt;
Der Herr General war mir gewogen,
Drum ward ich zum Feldprediger avancirt.
Denn der Mensch muß etwas versuchen und wagen,
Drum sitz' ich hier auf dem Bagagewagen.

Bin in Portugal nun Soldaten-Pastor
Und predige über Ach und Weh
Und warne vor Trunkenheit und Laster
Die reuige, aber besoffne Armee;
Pfleg' aufs Beste die Kehl' und den Magen
Und sitze hier auf dem Bagagewagen.

Gestern war eine große Bataille,
Es kam zu einer blutigen Schlacht!
Wir fochten Alle en canaille,
Ich hätt' es kaum als möglich gedacht.
Der Franzose ward aufs Haupt geschlagen,
Und ich saß auf dem Bagagewagen.

Es ward erschrecklich viel Blut vergossen,
Ich kam in den größten embarras;
Die Feinde hatten einen Bock geschossen,
Und wir, wir schossen Viktoria.
Der gehört zu meinen glorreichsten Tagen;
Denn ich saß auf dem Bagagewagen.

Ich sehe schon die Haufen Gedichte,
Die man uns Helden wird billig weihn!
Wir glänzen ewig in der Geschichte
Und ziehn in die Unsterblichkeit ein.
Und von mir auch wird man singen und sagen:
Ja! der saß auf dem Bagagewagen!

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