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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 137
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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Gute Nacht, lieber Theodor!

Welch Zauberwehen schwelgt in den vier Worten,
    Wie Engelruf aus lichter Zukunft Lande!
    Ständ' ich an der Verzweiflung letztem Rande
    Und wollte meine Seligkeit ermorden,

Er führte mich mit schmeichelnden Akkorden
    Zu meiner Hoffnung längst verlornem Strande;
    Um alle Pulse warf er mag'sche Bande
    Und trug das Herz durch lichte Himmelspforten.

Muß ich der Brust den kühnen Muth nicht rauben?
    Dein lieber Theodor! – Darf ich es glauben? –
    Und mich vernichtet nicht der Götter Neid?

Ein ganzer Himmel donnert auf mich nieder,
    Die Pulse schlagen muth'ge Seraphslieder,
    Und aus den Augen perlt die Seligkeit.

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