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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 130
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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An Rosine Bürger.

Eine beliebte Schauspielerin des Dresdener Theaters.

Nach der Vorstellung der »Maria Stuart«.

Göttergleich, geführt von Melpomenen,
    Schwebst Du hin im festlichen Gepränge;
    Deine Stimme, Aeolsharfenklänge,
    Und die Lust zerfließt in süßen Thränen.

Ach, da faßt ein nie gekanntes Sehnen
    Meine Brust, das Haus wird ihr zu enge,
    Und der Beifall der entzückten Menge
    Jauchzt Dir zu in fröhlichlauten Tönen.

Deiner Kunst Begeistrung schwellt den Busen;
    Denn Dich treibt ein heiliges Verlangen,
    Nicht der Menge wandelbare Gunst.

Göttlich Weib! – der süße Kranz der Musen
    Blüht für Dich in ew'gem Frühlingsprangen,
    Und die Kunst belohnt sich in der Kunst.

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