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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 122
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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2. Die Ehebrecherin

Zum Herrn und Meister, der im Tempel lehrte,
    Bringt einst das Volk ein sündig Weib herein.
    »Was soll«, so fragt es, »ihre Strafe sein,
    »Da Moses will, daß sie gesteinigt werde?«

Der Herr blickt auf mit ruhiger Geberde:
    »Wer lautern Herzens ist und wahr und rein,
    »Werf' auf die Sünderin den ersten Stein!«
    Und sprach's und schrieb stillschweigend auf die Erde.

Da standen Jene plötzlich wie vernichtet
    Und schlichen aus dem Tempel allzusammen;
    Es wurden bald die heil'gen Hallen leer.

Und Jesus sprach: »Hat Keiner Dich gerichtet,
    »So will auch ich Dich nicht verdammen.
    »Geh hin und sündige fortan nicht mehr!«

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