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Gedichte

Theodor Körner: Gedichte - Kapitel 118
Quellenangabe
typepoem
authorTheodor Körner
titleGedichte
publisherGustav Hempel
seriesTheodor Körner's Werke. Vollständigste Ausgabe mit mehreren bisher ungedruckten Gedichten und Briefen
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150218
projectidb7b1768e
modified20170915
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20. Auf der Bank am Sauerbrunnen

Du Lieblingsplätzchen meiner stillen Träume,
    Das mich so oft der lauten Welt verborgen,
    Sei mir gegrüßt mit jedem neuen Morgen,
    Im grünen Schattendunkel Deiner Bäume.

Und wie ich auch in Liedeswellen schäume,
    Der stillen Sehnsucht muß ich doch gehorchen,
    Und Dir, Vertrauten meiner schönsten Sorgen,
    Dir sag' ich, was ich sinne, was ich träume. –

Ich hab' in seligen Erinnerungen
    Hier einst der Liebe ganze Lust gesungen.
    Ach, jene Töne sind mir längst verklungen! –

Ein böses Schicksal haust in meinen Plänen;
    So theile Du mein Fürchten und mein Sehnen,
    Du kennst den Schmerz und Du verstehst die Thränen.

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