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Gedichte

Georg Heym: Gedichte - Kapitel 48
Quellenangabe
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typenarrative
authorGeorg Heym
titleGedichte
booktitleGeorg Heym Lesebuch
publisherVerlag C.H.Beck
editorHeinz Rölleke
year1987
isbn3406328288
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120525
projectid63b9d62a
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Die Abgeschiedenen

Aber in ihren unteren Städten
Tief verborgen und lebensfern --
Draußen sein Schlägel nur rührt manchmal fern
Unter den Wolken hängenden Himmeln.

So sitzen sie hin die fallenden Stunden
Wie Schneider krumm mit dem langen Gebein
Andere gehen wie Seiler an Stricke gebunden
Ihre Gedanken rückwärts in einsamen Stuben.

Horchend hinaus, ob nicht etwas geschähe
Irgendwann über dem Rande der Mauer.
Aber die Bäume nur starren. Und groß darüber
Ein Mond, der die Zähne blähet.

Ihre Angst sticht sie sehr. Wo Mauern hängen
Riesiger Schatten über ihnen bauscht.
Große Gestalten mit faltigen Kleidern rauschen
Mit riesigen Flügeln, die steil aus den Schultern drängen.

Geschoren und gekrümmt (unl. Wort), durch die hallenden Zimmer
Blicken sie alt, schwach. Ihre wabernden Barte verstummen.
Totenvögel nisten auf grasigen Höfen.
Sie quälen sehr ihre Kinnbacken krumme.

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