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Gedichte

Georg Heym: Gedichte - Kapitel 43
Quellenangabe
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typenarrative
authorGeorg Heym
titleGedichte
booktitleGeorg Heym Lesebuch
publisherVerlag C.H.Beck
editorHeinz Rölleke
year1987
isbn3406328288
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120525
projectid63b9d62a
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Totenwache

War es nur wie ein Schatten,
Der über die Felder schwand
Unter wolkigem Tage
Zu toten Wäldern am Rand,

Kurz, wie ein halbes Erwachen,
Oder ein herbstlicher Wind,
Wie ein Stern im zitternden Abend
Ehe die Nacht beginnt,

Wie ein Wort, im Dunkel verloren
Ehe das Herz es begreift,
Wie ein Traum über einsamer Seele
Klingenden Gründen verschweift.

Gingest du fort? Kommst du nicht wieder?
Was ist dein Auge so leer.
Bist du schon weit von dannen
Und hörst mich nicht mehr?

Sieh's, meine Hände. Sie bangen
So nach deinen. Doch du bist kalt
Und deine Finger sind grausam
In ewiger Starre gekrallt.

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