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Gedichte

Georg Heym: Gedichte - Kapitel 32
Quellenangabe
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typenarrative
authorGeorg Heym
titleGedichte
booktitleGeorg Heym Lesebuch
publisherVerlag C.H.Beck
editorHeinz Rölleke
year1987
isbn3406328288
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120525
projectid63b9d62a
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Morituri

Selbstmörder gehen, wenn sie sterben wollen,
Nicht weit von Straßen ab und vollen Wegen,
Daß nicht zu fern des Lebens Wogen rollen,
Wenn sie zum Tod bereit sich niederlegen.

Sie springen wohl von Brücken in die Flüsse,
Aus Menschenschwarme in das Land der Toten.
Im Stadtlärm hörst du öfter ihre Schüsse,
Als wo dir Einsamkeit und Stille drohten.

Denn ist im Grame auch der Geist erfroren,
Und starr geworden in den Finsternissen,
Er wünschet dennoch an des Todes Toren,
Daß er zurück ins Leben werd gerissen.

So wissen sie den dunklen Wald zu meiden,
Wo ihre Tränen nur auf Steine fallen,
Und wo der Seele ungehörte Leiden
Im Echo als Gelächter widerhallen.

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