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Gedichte

Georg Heym: Gedichte - Kapitel 29
Quellenangabe
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typenarrative
authorGeorg Heym
titleGedichte
booktitleGeorg Heym Lesebuch
publisherVerlag C.H.Beck
editorHeinz Rölleke
year1987
isbn3406328288
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120525
projectid63b9d62a
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Die Höfe luden uns ein...

Die Höfe luden uns ein, mit den Armen schmächtig,
Faßten unserer Seelchen zipfeliges Kleid.
Und wir entglitten durch Tore nächtig
In toter Gärten verwunschene Zeit.

Von Regenrohren fiel Wasser bleiern,
Ewig, Wolken flogen so trübe.
Und über der Starre der frostigen Weiher
Rosen hingen in Dürre vom Triebe.

Und wir gingen auf herbstlichen Pfaden, geringern,
Gläserne Kugeln zerrissen unser Gesicht,
Jemand hielt sie uns vor auf den spitzigen Fingern.
Unsere Qualen machten uns Feuer-licht.

Und wir schwanden so schwach in die gläsernen Räume.
Riefen voll Wehmut, da dünne das Glas zerbrach.
Wir sitzen nun ewig, in weißlichen Wolken, zu träumen
Spärlichem Fluge der Falter im Abendrot nach.

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