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Otto Erich Hartleben: Gedichte - Kapitel 89
Quellenangabe
typepoem
booktitleAusgewählte Werke Band 1
authorOtto Erich Hartleben
year1911
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleGedichte
pages222
created20120130
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Das verwunschene Haus

        Im Parke, droben am Waldessaum,
      steht ein heimliches Haus,
das blickt aus den dunklen Bäumen kaum,
      kaum aus den Blättern heraus.

Aus dem Tale drunten schaun sie empor
      flüchtig, wenn keiner es sieht,
es tuscheln die Damen einander ins Ohr.
      Ob eine das Rätsel erriet?

Es leuchtet der Mond ins friedliche Tal,
      im Walde flüstert der Wind.
Wer ists, der sich heimlich von dannen stahl,
      wer klimmt in die Höh so geschwind?

Auf steilem Pfade die dunkle Gestalt
      huscht an dem Weinberg entlang –
jetzt, droben am Parke, jetzt macht sie halt.
      Wohin? – Ob die Nacht sie verschlang?

In verschwiegener Kammer beim Ampelschein
      dehnt sich und sehnt sich ein Weib –
im verwunschenen Hause, mit mir allein,
      der Hexe verwunschener Leib.

 


 

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