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Otto Erich Hartleben: Gedichte - Kapitel 57
Quellenangabe
typepoem
booktitleAusgewählte Werke Band 1
authorOtto Erich Hartleben
year1911
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleGedichte
pages222
created20120130
sendergerd.bouillon@t-online.de
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        Die Stätte, wo ein Glück zerfiel,
bleibt ohne Frucht für alle Zeiten.
Stumm, ohne Hoffnung, ohne Ziel
sollst du die Bahn hinuntergleiten

und fluchen jenem Flammenmorgen,
auch fluchen ihr, die dich geliebt,
denn ohne sie blieb dir verborgen
dies Wissen, daß es Selge gibt.

Dich quälte diese kalte Öde,
des Herzens jähe Leere nicht.
Ja! Nur wer ewig blind und blöde,
wer nie geschaut das heilge Licht,

wem nie ein unbarmherzger Tor
erzählt vom Blütenglanz hienieden,
nur er, der nie ein Glück verlor,
ist glücklich – eins mit sich – zufrieden.

 


 

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